BWNRW startet das Projekt „Grundbildung NRW – Alphabetisierung und Grundbildung in Betrieben in NRW initiieren“

Rund 7,5 Millionen in Deutschland, davon 1,5 Millionen in Nordrhein-Westfalen, können zwar einzelne Sätze lesen und schreiben, jedoch keine zusammenhängenden Texte verstehen oder selbst verfassen. Sie gelten damit als funktionale Analphabeten. Mehr als 4 Millionen von ihnen sind erwerbstätig. Dies verdeutlicht einen Handlungsbedarf in diesem Bildungsbereich. Wichtig ist insbesondere, arbeitsplatznahe Grundbildungsangebote stärker in den Blick zu nehmen. Diese können einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten, indem sie die Beschäftigungsfähigkeit Geringqualifizierter verbessern.

Das BWNRW hat aus diesem Grund mit finanzieller Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen ein Projekt mit dem Titel „Alphabetisierung und berufsbezogene Grundbildung in Betrieben in NRW initiieren“ gestartet. Ziel dieses Projektes mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2017 ist es, Verbände und Unternehmen beim Umgang mit dem Phänomen des funktionalen Analphabetismus bedarfsgerecht zu beraten und zu unterstützen.

Im Rahmen des Projektes wird das BWNRW die in diesem Bildungsbereich vorhandenen Kompetenzen nutzen und den Unternehmen einerseits sowie weiteren Netzwerkpartnern andererseits als Ansprechpartner zum Thema „Berufsbezogene Grundbildung“ zur Verfügung stehen bzw. entsprechende Expertinnen und Experten vermitteln. Vorgesehen sind darüber hinaus folgende Arbeitspakete:

• Erstellen und Verbreiten von Informationsmaterialien für Unternehmen und Verbände
• Beratung und zielgruppengerechte Ansprache von Unternehmen, Verbänden und Multiplikatoren
• Vermittlung von Grundbildungs- und Unterstützungsangeboten für Unternehmen mit einem entsprechenden Bedarf
• Entwicklung und Durchführung eigener Grundbildungsangebote

Ansprechpartnerin: Suzana Rieke (0211/4573-224, E-Mail: rieke@bwnrw.de)